Neuer Laptop Akku Acer AS07B31

In einem Meer aus günstigen Notebooks versucht Lenovo im Bereich unterhalb von 600 Euro hervorzustechen. Ob das mit dem IdeaPad 310-15IKB gelingt und an welchen Stellen der Hersteller gespart hat, lesen sie in unserem ausführlichen Testbericht.

15-Zoll Laptops sind, trotz der Vielzahl an Ultrabooks, noch immer die dominierende Größe im Notebookmarkt. Möglichst günstig, möglichst viel RAM und Speicher, ein großes Display und ein Core-i5-Prozessor, fertig ist der Mainstream-Bestseller, der im Elektronikmarkt am meisten über die Kasse gereicht wird. Heute haben wir genau so ein Gerät im Test. Es handelt sich um das Lenovo IdeaPad 310-15IKB. In Lenovos IdeaPad-Serien für Privatkunden stellt die 300er-Serie die untere Mittelklasse dar, die schon auf einen günstigen Preis hin optimiert ist, allerdings noch nicht ganz so extrem wie die 100er-Serie (z.B. das IdeaPad 100-15IBD).

Das vorliegende Testgerät ist eines der ersten IdeaPads, das mit Intels neuen Kaby-Lake-CPUs ausgestattet ist. Die Umstellung des Notebook-Marktes auf Kaby Lake ist im Privatkundensegment zwar im Gange, allerdings stehen wir relativ gesehen immer noch am Anfang des Lebenszyklus von Kaby Lake. Viele Konkurrenzgeräte haben wir noch nicht im Test gehabt, die mit den neuesten CPUs ausgestattet sind, man könnte das Acer Aspire E5-575G nennen. Ansonsten gibt es viele Alternativen, die noch nicht getestet wurden, zum Beispiel das HP 15-av102ng. Da dieser Bereich des Marktes aber so reich an Produkt-Varianten ist, wäre es natürlich müßig, alle Konkurrenzgeräte aufzuzählen.
Das IdeaPad 310-15IKB nutzt das selbe Gehäuse wie das IdeaPad 310-15ISK. Damit übernimmt das Testgerät alle Vor- und Nachteile dieses Modells.

Das Gehäuse ist durchgehend in Schwarz gehalten. Der Displaydeckel ist aus einem schwarzem Kunststoff gefertigt, dessen Oberfläche rau ist. Auf dem Material sieht man anfangs jeden Fingerabdruck, nach einer Weile gibt sich dieser Effekt aber. Aus dem selben Material besteht auch die Basiseinheit. Die Handballenauflage ist dagegen aus einem Kunststoff gefertigt, der einen metallischen Eindruck macht, es handelt sich dabei aber eben tatsächlich um Kunststoff und nicht Magnesium oder Aluminium. Etwas anderes kann man in diesem Preissegment aber auch nicht wirklich erwarten. Zumindest ist der Displayrahmen aus mattem Kunststoff gefertigt, früher war an dieser Stelle oft glänzender Klavierlack-Kunststoff zum Einsatz gekommen. Akku Acer UM09E56 .

Von der generellen Verarbeitung her ist das Gerät einwandfrei, es gibt nirgendwo auffällige Spalte oder scharfe Kanten. Allerdings gilt bezüglich der Stabilität dasselbe wie beim IdeaPad 310-15ISK: Es ginge besser. Vor allem oberhalb der Tastatur und des TouchPads lässt sich die Handballenauflage etwas eindrücken. Die Basiseinheit lässt sich auch ohne größeren Kraftaufwand verbiegen, der Deckel ist ziemlich wabbelig. Druck auf den Displaydeckel wirkt sich zudem deutlich auf das Display aus.

Das einzelne, breite Drop-Down Scharnier lässt ein einhändiges Öffnen des Displaydeckels nicht zu. Zudem wackelt das Display in ruckeligen Umgebungen deutlich, da das Scharnier etwas Spiel hat.
Gewicht und Abmessungen entsprechen einem typischen 15,6-Zoll-Notebook. Trotz Ultrabook-Prozessor handelt es sich beim IdeaPad 310-15IKB um einen klassischen Laptop.

Unter dem Strich liefert Lenovo ein Gehäuse, das genau den Erwartungen entspricht, die man an ein Gerät in diesem Preisbereich hat.
Standardkost, so kann man die Anschlüsse des IdeaPad 310-IKB gut beschreiben. Negativ fällt auf, dass nur einer der USB-Anschlüsse USB 3.0 beherrscht, das geht besser. Auch fehlt USB Typ C, wobei dieser Standard bei preisgünstigen Geräten generell noch kaum Einzug gehalten hat. Positiv für manche Nutzer dürfte dagegen der vorhandene VGA-Anschluss sein, so spart man sich bei existierenden VGA-Monitoren oder Beamern den Adapter. Allerdings bedeutet das auch, dass das Gerät keinen 4K-Monitor bei 60 Hz ansteuern kann; für mehr wäre ein DisplayPort nötig, Lenovo setzt aber auf HDMI und VGA.

Bei der Anschlussplatzierung fällt auf, dass die beiden USB-2.0-Anschlüsse sehr schlecht auf der rechten Seite platziert sind. Sie liegen nicht nur sehr eng beieinander, sondern auch im vorderen Bereich. Benutzt man nur ein USB Gerät, kann man noch auf den USB.3.0-Anschluss auf der linken Seite ausweichen, ansonsten ist die Anschlussplatzierung insbesondere für Rechtshänder, die eine Maus benutzen wollen, sehr schlecht. Als letzten Punkt kann man noch erwähnen, dass der Ethernet-Anschluss eine Klappe hat, steckt man das Ethernet-Kabel ein, ist das ein wenig hakelig.
Im SD-Kartenleser-Performance-Benchmark, welcher mit einer Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II Speicherkarte durchgeführt wurde, stellt sich heraus, dass Lenovo hier einen sehr günstigen, langsamen Kartenleser verbaut. Von den Bestwerten des deutlich teureren Dell XPS 13 ist man weit entfernt, der Kartenleser ist also eher als eine recht langsame Notlösung zu sehen. Zumal die SD-Karten auch aus dem Schacht herausstehen, was eine dauerhafte Speichererweiterung per SD-Karte sehr unpraktisch macht.
Etwas besser sieht es bei der WLAN-Leistung aus. Lenovo verbaut zwar nur das 1×1 Intel Modul Wireless-AC 3165, das jedoch eine Performance zeigt, die durchaus in Ordnung geht. Auch fielen keinerlei Instabilitäten im Test auf. Doch auch hier zeigt sich: Mehr Geld für ein besseres WiFi-Modul in die Hand zu nehmen lohnt sich durchaus, das Mi Notebook Air 13 ist zum Beispiel deutlich schneller beim Hoch- und Runterladen. Akku Acer AS10D75 .

Glücklicherweise lässt sich Lenovo beim Ethernet-Modul nicht lumpen und verbaut ein Modul mit Gigabit-Ethernet, wenn auch nicht von Intel sondern von Realtek. Fast-Ethernet hätte dieser Tage wirklich nichts mehr in einem Laptop zu suchen.
Zubehör ist keines mitgeliefert und Dockinglösungen sind, abgesehen von USB-Docks, auch nicht vorgesehen. Bei Geräten dieser Klasse und dieses Preisbereichs ist das aber auch üblich so.

Das IdeaPad 310-15IKB verfügt über zwei kleine Wartungsklappen an der Unterseite. Hinter der einen verbirgt sich die 2,5-Zoll-Festplatte, hinter der anderen, größeren Wartungsklappe sind ein einzelnes RAM-Modul sowie das WLAN-Modul zu finden. Um beide Wartungsklappen zu öffnen, muss man sowohl Schrauben als auch kleine Clips lösen, dafür empfiehlt sich ein Pry-Up-Tool aus Kunststoff.

Abgesehen von den Wartungsklappen kann man auch noch das Laufwerksmodul herausnehmen, indem man eine weitere Schraube an der Unterseite löst und etwas an dem Modul zieht. In unserem Modell ist kein ODD verbaut, sondern ein HDD/SSD-Caddy mit einer weiteren 2,5-Zoll-HDD, was für Bastler sicherlich interessant sein könnte.

Nicht zugänglich sind der Akku sowie der Lüfter, um an diese Teile heranzukommen, muss man das Gerät weitergehend demontieren. Die “Basics” sind für den User beim IdeaPad 310-15IKB aber zumindest einfach zu erreichen.
Die Garantie beträgt beim IdeaPad 310-15IKB ab Werk 24 Monate (12 Monate auf den Akku). Es handelt sich um einen Bring-In-Service, d.h. man muss das Gerät einschicken. Optional kann die Garantie auch verlängert oder im Umfang geändert werden, z.B. mit Unfallschutz, damit das Gerät auch nach einem Sturz repariert wird. Maximal lässt sich die Garantie auf 36 Monate mit Vor-Ort-Service erweitern, was bedeutet, dass der Techniker im Falle eines Defekts das Gerät zu Hause repariert oder austauscht. Akku Acer AS11A3E .
Als 15-Zoll-Gerät hat das IdeaPad 310-15IKB eine Chiclet-Tastatur in voller Breite verbaut, d.h. sie ist mit einem dedizierten Nummern-Block ausgerüstet. Alle Tasten haben ihre volle Größe. Nur im Pfeiltastenbereich gibt es eine Abweichung, da die Pfeiltasten die selbe Größe haben wie die normalen Buchstaben- und Zifferntasten. Dadurch ist die rechte Shift-Taste deutlich verkleinert. Benutzt man diese öfters, dann kann das durchaus gewöhnungsbedürftig sein und zu Tippfehlern führen.

Die Tasten haben einen ausreichenden Hub und bieten ein durchaus angenehmes Tippgefühl, Lenovo wird seinem Ruf, was Tastaturen angeht, auch hier weitestgehend gerecht, auch wenn das IdeaPad von ThinkPad-Qualitäten natürlich weit entfernt ist. Was die gefühlte Qualität der Tastatur hilft: Sie biegt sich beim normalen Tippen nicht durch. Erst bei heftigem Tippen bzw. gezieltem Druck auf die Tastatur biegt sich diese etwas, im Vergleich zu anderen günstigen Notebooks ist das 310-15IKB in diesem Bereich aber nicht schlecht aufgestellt.

Das TouchPad des Testgeräts ist in der selben metallartigen Kunststoff-Oberfläche wie der Rest der Handballenauflage gehalten. Sie ist ausreichend glatt, sodass die Finger über die Oberflächen gleiten können, ohne ständig hängenzubleiben. Das Ansprechverhalten und die Präzision des TouchPads gehen in Ordnung, könnten aber besser sein, so gut wie ein mit Microsofts Precision-TouchPad ausgestattetes Gerät oder gar ein Macbook ist das IdeaPad definitiv nicht. Zwei-Finger-Scrollen funktioniert relativ gut, das Scrollen mit zwei Fingern ist dagegen eher ruckelig.

Es handelt sich nicht um ein ClickPad. Statt in die Oberfläche integrierte Tasten verbaut Lenovo eine Tastenwippe, also eine einzelne Taste, die sich auf beiden Seiten drucken lässt. Leider ist das eher eine schlechte Lösung, zum einen, weil man nur ganz rechts und links außen wirklich gut drücken kann. Zum Anderen, weil die Tastenmechanik nicht gerade toll ist, die Clicks fühlen sich hart und hören sich hohl an. Hier hätte man entweder auf ein ClickPad oder ordentliche, dedizierte Maustasten setzen sollen, statt auf diese Kompromisslösung, die niemanden zufriedenstellt.
Lenovo verbaut im IdeaPad 310-15IKB ein Full-HD-Display (1.920 x 1.080). Dieses basiert auf der kostengünstigen TN-Technologie, was signifikante Abstriche in der Bildqualität gegenüber teureren IPS-Panels bedeutet. Die Oberfläche des Displays ist glänzend. Das glänzende FHD-Display ist die einzige Displayoption, die Lenovo für das IdeaPad anbietet, ein mattes Display oder ein Display mit höherer oder niedrigerer Auflösung sind nicht erhältlich. Akku Acer AS10B5E .

Das Display bleibt von der Helligkeit her deutlich hinter den Werten zurück, die man anno 2016 eigentlich von einem Notebook erwarten könnte, wenn dieses zumindest mehr als 300 Euro kostet. 188 cd/m Maximalhelligkeit, ein schwaches Ergebnis. Zumindest ist die geringe Helligkeit gleichmäßig über das Display verteilt, die Ausleuchtung von 95 % ist sehr gut. Auch ist keinerlei Backlight-Bleeding zu beobachten, genauso wenig wie PWM-Flimmern.

In diesem Preissegment sieht es mit besseren Displays relativ mau aus. Aus eigenem Hause macht das IdeaPad 510-15IKB dem Testgerät Konkurrenz, dieses ist nur für etwa 560 Euro als Einstiegsmodell nur geringfügig teurer und bietet ein IPS-Display. Ansonsten muss man für IPS Displays oft etwas mehr bezahlen. Beispiele sind das Dell Inspiron 15-5559 oder das Acer Aspire V15 Nitro VN7-572G, für die man allerdings mindestens 700 Euro aufbringen muss. IPS-Displays sind für gewöhnlich auch deutlich heller, was sich im Vergleich auch bestätigt. Auch hat das Acer Aspire E5-774 ein sogar deutlich helleres TN-FHD-Display. Zumindest ist das hier benutzte Display besser als das noch schlechtere Display im Vorgängermodell, das sagt aber nicht viel aus.
Der gemessene Kontrast von 661:1 ist für ein TN-Display tatsächlich nicht übel. Subjektiv liefert das Display aber ein eher blasses Bild und Schwarz sieht eher aus wie dunkles Grau. Unkalibriert zeigt das Display zudem einen leichten Blaustich, ein häufiges Phänomen bei TN-Displays.

Die Farbraumdarstellung ist typisch für ein günstiges Panel. Sie ist unterirdisch schlecht. Dass jemand Bildbearbeitung mit dem Gerät betreiben, ist aber auch generell eher unwahrscheinlich.
Die Kombination aus glänzendem Display und geringer Helligkeit bedeutet, dass man die Benutzung im Außenbereich eher vergessen sollte. Für Innenräume ist das Display gerade so noch ausreichend.
Die Blickwinkel, die das FHD-TN-Display abliefert, entsprechen der typischen TN-Qualität. Zumindest von der Seite sind die Blickwinkel relativ in Ordnung, aber von oben oder von unten betrachtet invertieren und verblassen die Farben sehr schnell. Hier wäre ein IPS-Display eindeutig besser gewesen.
Das IdeaPad 310-15IKB wird in Deutschland in vier verschiedenen Varianten verkauft. Drei davon enthalten den selben i5-Prozessor, der auch in unserem Testgerät verbaut ist. Das vierte Modell im Bunde enthält den schnelleren i7-7500U.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zwischen den verschiedenen Modellen ist die GPU: Zwei der vier Modelle sind mit der Nvidia GeForce 920MX ausgestattet, die anderen beiden, wie dieses Testgerät, enthalten ausschließlich die integrierte Intel-GPU. Akku Acer AS07B31 .

Ansonsten sind vor allem der RAM sowie das verwendete Speichermedium verschieden: Drei der vier Modelle sind mit einer 1-TB-SSD sowie einer 128-GB-SSD (im Laufwerksschaft) ausgestattet, eines enthält eine 256-GB-SSD und hat ein optisches Laufwerk. Zwei der Modelle sind mit 8 GB RAM und zwei mit 12 GB ausgestattet.

Der RAM entspricht dem DDR4 Standard. In unserem Modell sind 8 GB verbaut, 4 GB sind auf dem Mainboard verlötet, die anderen 4 GB befinden sich als Speichermodul verbaut unter der größeren Wartungsklappe. Maximal ist der Speicher somit auf 20 GB aufrüstbar (4 GB verlötet plus ein 16 GB DDR4 Modul).

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